9. September 2008

Texterblog macht Pause

Eigentlich ist es ja schon seit drei Monaten so, dass das Texter-Blog Pause macht. Das war nicht wirklich geplant, sondern hat sich einfach so ergeben.

In den nächsten zwei Monaten wird hier auch nicht mehr zu lesen sein. Denn ich reise am Freitag für zwei Monate nach China. Zuerst fünf Wochen Chinesischstudium in Peking, dann noch vier Wochen reisen. Wohin genau, weiss ich noch nicht. Ich weiss einfach, dass ich Mitte November den Rückflug ab Hongkong erwischen muss.

Wer wissen will, was ich in China erlebe, kann hier reinschauen.

Ob und wie es mit dem Texter-Blog weitergeht, entscheide ich nach meiner Rückkehr.

9. Juni 2008

Bildlegenden mit Witz

Vor wenigen Tagen besuchte ich am MAZ, der Schweizer Journalistenschule, einen Kurs über Bildlegenden. Eine kleine, feine und darum so schwierige Textform.

Dabei haben wir uns über Bildlegenden in der NZZ amüsiert - in einer Bildungsbeilage, die mit Treppen bebildert war unter denen es dann hiess «bewachsene Treppe in Grossbritannien», etc.

Nun, die NZZ kann auch anders.

Bewiesen in der samstäglichen Euro-Beilage auf S. 62. Der Text «Bundesräte müssen immer in die Verlängerung» war in der Print-Ausgabe mit drei Porträts der Bundesräte Schmid, Calmy-Rey und Leuthard bebildert. Die jeweiligen Legenden
  • Samuel Schmid (svp., rechter Aussenverteidiger)
  • Micheline Calmy-Rey (sp., linke Aussenbahn)
  • Doris Leuthard (cvp., zentrales Mittelfeld)
Einfach, reduziert und sehr humorvoll - wie auch der gesamte Artikel.

Übrigens: Es ist auffallend, wie viel leserfreundlicher und abwechslungsreicher das fünfspaltige Layout der Beilage wirkt - und trotzdem sehr NZZ-like. Ob sich wohl die ganze Zeitung mal so lesen lässt?

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16. Mai 2008

BBC Online setzt auf Soundslides

Über soundslides habe ich mehrmals berichtet und auch damit experimentiert.

Jetzt habe ich entdeckt, dass BBC Online Soundslides einsetzt - hochprofessionell natürlich, wie es sich für die BBC gehört. Etwa die Audio Slideshow über Laptops in Afrika. Oder auch die Slideshow im interaktiven Dossier über ein palästinensisches Flüchtlingslager.

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29. April 2008

«Fussballhelden sehen rot» live

Am Donnerstagabend war es soweit: Wir konnten die Buchtaufe von «Fussballhelden sehen rot» feiern, dem zweiten Fussballhelden-Buch.

Auch dieses Jahr habe ich das Projekt, bei dem die besten Illustratoren Europas die Fussballstars des Kontinents porträtieren, teilweise bei der Medienarbeit begleitet.

Während der Buchvernissage wurde ich dann zum Hoffotograf. Hier die Eindrücke, erstellt mit meinem aktuellen Lieblingstool soundslides.



Das Buch ist nun im Buchhandel erhältlich oder online bei books.ch oder amazon.de.

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24. April 2008

Die Migros hats gemerkt

Nach sieben Stunden am MAZ, habe ich gestern abend noch für Schreibszene ein dreistündiges Seminar über Corporate Podcasting geleitet.

Und dabei gemerkt: Wenn man eine bestehende Präsentation verwendet, sollte man am Abend vorher alle Links noch einmal durchspielen.

Funktioniert haben zwar alle. Doch bei m-cooking erlebte ich eine Überraschung. Bisher hatte ich das Koch-Portal der Migros immer als verpasste Podcast-Chance genannt - denn die Kochvideos liessen sich weder abonnieren noch herunterladen.

Jetzt hat Migros das gemerkt und bietet die Sendungen als Video-Podcasts an.

Ob die wohl mein Texter-Blog lesen?

Wie auch immer: Hier für die Teilnehmenden von gestern noch meine Präsentation. Als PDF-Download (4,5 MB) oder direkt zum Anschauen:





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Mulitimedia für Nachwuchsjournalisten

Gestern habe ich zum ersten Mal an der Schweizer Journalistenschule MAZ in Luzern unterrichtet. Kurzfristig habe ich den ersten Tag des zweitägigen Kurses «Multimedia I - Produzieren fürs Web» übernommen.

Der Film EPIC zeichnete zum Einstieg die grossen Veränderungen nach, die der klassische Journalismus duch das Internet erfährt und noch erfahren wird. Als Grundinformationsquelle zeigte ich anschliessend Onlinejournalismus.de.


Welches multimediale Angebot zeigen Medienwebsites?

Eine grosse Surftour zeigte gelungene und weniger gelungene Beispiele - und bot damit Stoff für Diskussionen:
  • Cash Daily bringt die Gratsizeitung per E-Paper sehr direkt ins Netz - angereichtert mit Videos und Audios. Störend erschien uns zum Teil der Sprachenmix zwischen Hochdeutsch und Schweizerdeutsch. Besonders die Radiojournalisten unter uns waren auch von der Tonqualität der Interviews nicht begeistert. Als Seitenblick zeigte ich, wie man zum Beispiel mit issuu einfach aus PDFs E-Papers erstellen kann - wie es zum Beispiel NZZ campus tut.
  • Bei der Zeit beobachteten wir die Kombination von Musik und Text in den Kritiken. Auch hier ist die Umsetzung nicht immer perfekt. Im einen Fall wurde der Text zwar gut in leicht lesbare Stücke aufgeteilt, doch die Musik brach ab, wenn man weiterklickte. An einem anderen Ort war der Musiklink schlecht zu finden. Doch wir merkten: Musik und Text lassen sich gut kombinieren.
  • Natürlich durfte Spiegel Online nicht fehlen. Die Erkenntnis hier: Während sich Text und Musik parallel konsumieren lassen, geht das bei Video und Text nicht. Und: Selbst beim grossen Vorbild im deutschen Onlinejournalismus sind die Texte nicht immer sehr webgerecht aufbereitet.
  • Bei CNN.com sahen wir die grosse Vielfalt an Videos - zum Teil werden sie als Quotes direkt in Webtexte verlinkt werden. Eine Geschichte über die Vorwahlen in Pennylvania zum Beispiel enthält ein Telefoninterview mit Barak Obama, ein Video-Interview mit Hillary Clinton, eine Fotostrecke und mehr. Auch die Texte sind sehr webgerecht.
  • Youtube und MySpace zeigten, wie die Inhalte von renommierten Medienunternehmen Auge in Auge mit den nutzergenerierten Inhalten konkurrenzieren. Renommierte Medienunternehmen nutzen die Video-Plattform (BBC / SF) respektive die Online Community (BBC), um ihre Inhalte neuen Nutzergruppen zu erschliessen.
  • Schweizer Fernsehen SF und Radio DRS haben beide ausgebaute Podcasting-Bereichte. Hier geht es darum bereits bestehende Sendungen, zeitunabhängig anbieten zu können. Swissinfo verbindet die Angebote der SRG-Kanäle mit eigenen Berichten - etwa hier im Dossier zur Bundesratswahl. Vielfach erzählen hier jedoch Text, Ton und Bild die gleiche Geschichte mehrmals.
Natürlich kam die Frage auf, was denn ein Podcast ist und was nicht. Gerade weil es die Bruno Bondi Show von Swisscom leider nicht mehr gibt, liess ich Bruno Bondi das erklären:




Alles klar?


Texten für den Leser, der nicht liest

Unser anschliessender Schwerpunkt war das Texten fürs Web. Ausgehend von Jakob Nielsens Klassiker «How Users Read on the Web - They don't» legten wir die wichtigsten Regeln fest:
  • dem Leser das Scannen erleichtern mit kurzen Abschnitten und durch Hervorhebung relevanter Informationen
  • die Basisfragen (7 W-Fragen) beantworten
  • die umgekehrt Pyramide (= das Wichtigste zuerst, wie in einer Nachricht) gilt nicht bloss für den ganzen Text sondern auch innerhalb eines Absatzes.
(Quelle: Kurzgefasste Anleitung zum Verfassen von Texten für das Web)

Hier noch zwei Lesetipps fürs Texten im Web:
  1. Texten fürs Web von Stefan Heijnk
  2. Wie schreibe ich Internet-Texte? Ein Leitfaden für gutes Web-Writing von SEIBERT / MEDIA


Mach dir ein Bild zum Text

Der Nachmittag galt dem Bild und seiner Verbindung mit dem Text.

Ein wenig Handwerk im Umgang mit Bildern ist für Webjournalisten unumgänglich. Als Alternative für die Bildbearbeitung bietet sich zum Standartwerkzeug Photoshop das viel billigere und einfachere Photoshop Elements an. Kostenlose Werkzeuge sind Photoshop Express, Picasa oder Picnik.

Eine spannende Form von Bildstrecken im Web sind Diashows mit einer Tonspur. Diese lassen sich einfach mit Soundslides herstellen. Praktisch: Die Testversion ist kostenlos und voll funktionsfähig.

Wer sucht, der findet eine Reihe von Slideshows als Anschauungsbeispiele:


Alles in allem war es für mich ein spannender Tag. Hoffentlich konnte ich die jungen Journalistinnen und Journalisten zum Experimentieren inspirieren. Um Texte im Web interessanter zu machen, braucht es manchmal nämlich nicht viel, wie dieses letzte Beispiel von Blick zeigt.

Ein grosser Dank geht an Jodok Kobelt, der mir diesen Tag am MAZ vermittelt hat. Ein grosser Teil des verwendeten Materials stammt von ihm.


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21. April 2008

Fussballhelden-Buchtaufe bei Orell Füssli

Vorgestern habe ich es zum ersten Mal in den Händen gehalten: «Fussballhelden sehen rot», das brandneue Buch der besten Illustratoren Europas über die Fussballgrössen des Kontinents. Wunderschön, kann ich nur sagen. Das Fussballhelden-Blog gibt einen Vorgeschmack auf das, was kommt.

Auch dieses Jahr durfte ich das Projekt in der Medienarbeit unterstützen. Über die Erfahrungen von Fusballhelden zur WM 2006 habe ich ausführlich hier berichtet.

Am Donnerstag 24. April von 18 bis 20 Uhr findet nun die offizielle Buchvorstellung statt. Ort: Orell Füssli Kramhof. Die Veranstaltung ist öffentlich und alle sind herzlich eingeladen. Zahlreiche der Illustratoren sind präsent und signieren auf Wunsch das Buch.

Die Buchvorstellung wird begleitet von einer grossen Ausstellung, die bis zum 30. Juni zu sehen sein wird. Nicht nur im Orell Füssli Hauptgeschäft in Zürich, sondern zeitgleich auch in den Filialen in Luzern und Rösslitor St. Gallen.

Ab dem 24. April ist «Fussballhelden sehen rot» auch im Buchhandel erhältlich.

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18. April 2008

Dossier über den Nordkaukasus erschienen

Jetzt ist sie erschienen, mein Dossier über die Projekte der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit, DEZA im Nordkaukasus. Und zwar in allen Sprachen: deutsch, französisch, italienisch, englisch und spanisch. Offentsichtlich hatte ich in meiner Ungeduld vorgestern eine unvollständige Version aufgetrieben.

Erstellt habe ich dieses Dossier Ende Februar während einer Mission, die ich als Mitglied der Fachgruppe Information des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe in Nordossetien, Tschetschenien und Inguschetien unternahm.

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16. April 2008

Porträt in Multimedia

Bereits sind es einige Wochen her, seit ich für die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit im Nordkaukasus war. Für die Website der DEZA recherchierte und realisierte ich mehrere Geschichten. Bisher ist das Dossier nur auf Englisch erschienen.

Ein Teil des Auftrags war ein Porträt der Koordinatorin vor Ort, Regina Gujan. Für die Website wird es eine Bildgeschichte mit einem kurzen Audio-Interview dazu geben.

Nun habe ich mit soundslides noch eine Multimedia-Version entwickelt, die Bild und Ton vereint.




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11. April 2008

Kompaktseminar zu Corporate Podcasting

Podcasts sind in aller Munde – aber noch nicht in aller Ohren.

Was sind Podcasts genau? Wie verändern sie die Kommunikation von Unternehmen und Organisationen? Welche Geschäftsfelder eröffnen sich für Texter? Und: Welche Fähigkeiten braucht es, um einen guten Podcast zu konzipieren und produzieren?

Diesen Fragen gehe ich in einem Seminar von schreibszene nach.

Es findet am Mittwoch, 23. April 2008 von 18 bis 21 Uhr an der Akademie für Erwachsenenbildung (AEB) in Luzern statt. Und zwar definitiv, denn es sind bereits genügend Anmeldungen vorhanden.

Freie Plätze hats aber noch - Detailinfos und anmelden hier.

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